© iStock / alicjane

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Wahr oder falsch? 3 Mythen rund ums Thema Kohlenhydrate

Wir decken auf. 

In den letzten Jahren galt Low-Carb als Nonplusultra, um abzunehmen und gleichzeitig Muskelmasse aufzubauen. Brot und Pasta wurden nahezu verteufelt. Doch sind Kohlenhydrate wirklich so schlecht für dich? Wir haben drei typische Vorurteile gegenüber Kohlenhydraten ins Visier genommen – und das ist das Ergebnis:

1. Kohlenhydrate machen dick.

Du träumst von einer großen Portion Pasta oder Pizza zum Dinner, fürchtest aber, dass die darin enthaltenen Kohlenhydrate direkt ansetzen könnten? Mittlerweile sind sich Ernährungswissenschaftler darüber einig, dass Low-Carb-Diäten im Grunde nur zu Gewichtsverlust führen, weil der Körper weniger Wasser einlagert. Kohlenhydrate sind deshalb so verschrien, weil sie eine recht hohe Energiedichte haben und viele Menschen schlichtweg "überdosieren": Je nach Konstitution sind 295 bis 425 g Kohlenhydrate pro Tag empfehlenswert.

Unser Tipp:

Achte darauf, dass du kohlenhydratreiche Lebensmittel immer mit Proteinquellen (wie Fisch, Geflügel oder Sojaprodukten) sowie stärkearmem Gemüse (wie zum Beispiel Brokkoli, Spinat oder Pilzen) kombinierst. Eine ideal ausbalancierte Mahlzeit besteht aus einem Viertel Eiweiß, einem Viertel Kohlenhydrate sowie zwei Vierteln Gemüse. Mit dieser Faustregel kannst du Pasta & Co. ohne schlechtes Gewissen genießen.

2. Low-Carb ist gesünder.

Leider nein: Nur weil du beim Cheeseburger aufs Brötchen verzichtest, wird Junk Food nicht automatisch gesünder. Der dauerhafte Verzicht auf Kohlenhydrate kann außerdem dazu führen, dass du dich häufig müde und schlapp fühlst, da dein Blutzuckerspiegel zu niedrig ist.

Unser Tipp:

Greif am besten zu vollwertige Kohlenhydratquellen (wie beispielsweise Vollkornbrot oder Naturreis), da sie effektiver sättigen, besser verdaulich sind und weniger Zucker enthalten. Außerdem stellen sie deinem Organismus wertvolle Ballaststoffe, reichlich Vitamine sowie Eisen zur Verfügung.

3. Alle Kohlenhydrate sind gleich.

Ganz im Gegenteil! Je nachdem, wie viele Ballaststoffe im jeweiligen Nahrungsmittel enthalten sind, werden Kohlenhydrate langsamer oder schneller in Zucker umgewandelt. Auch hier zeigt sich, dass entscheidend ist, welche Lebensmittel du isst.

Unser Tipp:

Streich Soft-Drinks, Süßigkeiten und Backwaren aus Weißmehl weitestgehend von deinem Speiseplan und setz stattdessen lieber auf Vollkornprodukte wie Bulgur, braunen Reis oder Quinoa. Auch Produkte wie Süßkartoffeln, Linsen oder Kürbisse oder frische Früchte sind ideal, da sie reichlich Ballaststoffe enthalten und damit deinen Blutzuckerspiegel angenehm ausbalancieren.

Unser Fazit:

Kohlenhydrate sind bei Weitem nicht so ungesund wie ihr Ruf. Vor allem Sportler brauchen sie, um besonders leistungsfähig zu sein. Entscheidend ist nur, dass du sie in Maßen genießt und möglichst auf vollwertige, zuckerarme Lebensmittel setzt.

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